Neigen weniger gebildete Menschen eher zu Rassismus?

Niemand wird als Rassist geboren. Bis zu einem gewissen Alter ist es uns scheiß egal welche Hautfarbe jemand hat, oder welcher ethnischen Gruppe er angehört.

Ab einem gewissen Alter jedoch, ändert sich unsere Haltung gegenüber derer Menschen die augenscheinlich „anders“ aussehen.

Persönliche Erlebnisse, Medienkompetenz, Erziehung – doch vor allem der Grad der Bildung spielt dabei eine zentrale Rolle, wie Schweizer Wissenschaftler vor kurzem herausgefunden haben.

 

In der vorliegenden Studie aus dem Jahre 2013 wurden 137 Probanden mit verschiedensten Bildungsgraden, 3 verschiedene Versionen einer Tageszeitung vorgelegt. Ihnen wurde suggeriert, man mache eine Studie zu „Layout und Benutzerfreundlichkeit“ der Online-Ausgabe des „Tagesanzeigers“. Diese bewusste Irreführung diente der beiläufigen Konfrontation der Probanden mit dem eigentlich relevanten Inhalt.

 

EINFÜHRUNGDONE

Le Quelle

Der eigentliche Fokus lag auf einer 1/3-Seiten umfassenden rechtspopulistischen (fiktiven) Werbeanzeige der „Schweizerischen Volkspartei“, welche unauffällig neben weiteren Anzeigen platziert wurde.

  • Die nicht-emotionalisierende Variante bestand lediglich aus dem Schriftzug: „MASSENEINBÜRGERUNG?“
  • Das Plakat in der mittleren Version zeigt eine Straße mit mehreren in Burkas gekleideten Frauen. Zudem wurde der Slogan: „Tun sie etwas! Nein zur Masseneinbürgerung!“ platziert.
  • Die stark emotionalisierende (und für diese Studie aussagekräftigste) Variante zeigt ebenfalls die besagten Frauen, jedoch ergänzt durch ein weinendes blondes Mädchen in Schweizer Tracht.

Dadurch sollte einerseits eine Bedrohung der eigenen Kultur durch das Fremde suggeriert und andererseits – durch das zeigen von Emotionen – der Emotionalisierungsprozess auf Seiten der Probanden verstärkt werden.

Auf Grundlage dieser Ausgangssituation wurden 3 Hypothesen aufgestellt:

H1

Übersetzung: Stark emotionalisierende Plakate haben einen starken Effekt auf die Einstellung gegenüber Ausländern – insbesondere bei weniger gebildeten Personen.

H2

Übersetzung: Stark emotionalisierende Plakate haben einen starken Effekt auf die Einstellungsänderung gegenüber Ausländern – insbesondere bei weniger gebildeten Personen.

H3

Übersetzung: Stark emotionalisierende Plakate finden bei höher gebildeten Personen weniger Anklang, als bei weniger gebildeten.

Zuvor – sowie im Anschluss an die Sichtung aller 3 Versionen wurden den Probanden [bezugnehmend auf die Hypothesen] Fragen zu Ihrer Einstellung gegenüber Ausländern gestellt.

Das Resultat stellt sich wie folgt dar:

Zu Hypothese 1)

ERG1

Auf Abb.1 sieht man deutlich, dass diejenigen Personen mit niedriger Bildung einen höheren (in diesem Falle negativen) Wert bezogen auf ihre Einstellung gegenüber  Ausländern aufzeigen, als höher gebildete. Der numerische Parameter hat dabei lediglich eine vergleichende Funktion.

ERG2

Auch in Abb. 2 wird deutlich, dass weniger gebildete Personen ihre Einstellung gegenüber Ausländern eher zum negativen ändern, als es höher gebildete tun. (Wie in Fall 1: nach Anbetracht „stark emotionalisierender rechtspopulistischer“ Werbeplakate).

ERG3

Wie auch in Bezug auf Fragestellung 1 & 2 sieht man hier, dass die Einstellung der höher gebildeten Personen nach Anbetracht von nicht, sowie mittelmäßig stark emotionalisierenden Werbeplakaten fast identisch ist. Lediglich bei „stark emotionalisierenden“ Plakaten unterscheiden sich die Meinungen signifikant. Hier ist festzuhalten, dass stark emotionalisierende Inhalte bei höher gebildeten Personen weniger Anklang finden.

… Und was lernen wir daraus?

Natürlich sind nicht alle Menschen ohne Abitur oder Hochschulabschluss potentielle Rassisten. Genauso wenig sind alle Abiturienten oder Hochschulabsolventen durch die Bank intelligent. (Das weiß ich auch ohne Studien, spätestens seit dem Tag an dem ich meiner Ex das erste Mal über den Weg gelaufen bin).

Es verdichtet sich durch diese -und viele andere wissenschaftliche Studien- jedoch das Bild, dass grundsätzlich eine Verbindung zwischen Rassismus, und der fehlenden Ambition sich Bildung anzueignen, besteht.

Versteht mich also nicht falsch. Es geht dabei nicht um Intelligenz, sondern darum sich mit Wissen -und Fakten- zu befassen.

Lernen ist ein Vorgang der mit dem Bildungsgrad in etwa so viel zu tun hat, wie die Hautfarbe eines Menschen mit seinem Charakter.

In diesem Sinne,
Think about it.

 

 

 

 

 

 

brandtblog. warum?

(notice: für alle die mich nicht persönlich kennen empfiehlt es sich, zuerst mit dem Reiter „about.brandt“ [ https://brandtblog.org/eine-seite/ ] zu beginnen.)

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So here we go..

Es gibt viele schlechte Gründe um einen Blog zu schreiben.

Menschen seine Meinung aufzuzwängen, ist einer davon. Menschen von seiner Meinung überzeugen zu wollen, kein weiterer.

Unabhängig unserer politischen Ausrichtung, unserer kulturellen Werteverständnisse und unserer Nationalität sind wir, die Bürger Europas, Teil einer demokratisch geprägten Gesellschaft in der das Individuum durch die Nutzung sozialer Netzwerke immer und überall Zugriff auf Informationen hat.
Oftmals neigen wir dazu, aus diesen Informationen die wildesten Schlüsse zu ziehen..

(Der Hinweis eines „besorgten Bürgers“ auf meine soldatische Pflicht gegenüber der deutschen Bevölkerung)

(Der Hinweis eines „besorgten Bürgers“ auf meine soldatische Pflicht gegenüber der deutschen Bevölkerung)

.. gelegentlich ergeben die Informationen die einem widerfahren, auf den ersten Blick keinen rationalen Sinn..

(Links: Bild mit dem ehemaligen BMVg, entstanden in Mazar-E-Sharif 2011. / Mittig: Textpassage der Hip Hop Formation „K.I.Z.“, - Rechts: Ein Bild meiner Person mit Nico Seyfried und Tarek Ebene - beide Angehörige von

(Links: Entstanden während meinem letzten Afghanistan-Einsatz, gemeinsam mit dem ehemaligen BMVg Dr. De Maiziere, Mazar-E-Sharif, 2011. / Mittig: Textpassage der Hip Hop Formation „K.I.Z.“, veröffentlicht : Frühjahr 2015. /  Rechts: Bild meiner Person mit Nico Seyfried und Tarek Ebene – beide Angehörige von „K.I.Z., entstanden: Herbst 2015)

.. doch was immer bleibt ist die Überzeugung das richtige zu tun, wenn wir als Individuum Informationen nach einer ersten grundsätzlichen Analyse (mit unserer eigenen Meinung versehen) weiterverbreiten.


Ich möchte im Zuge dieses Blogs anhand einiger persönlicher Beispiele verdeutlichen weshalb es oftmals doch Sinn macht, einen Blick hinter solch paradox anmutende Aussagen zu werfen.


Ein Mensch der die Worte „Hitler“ und „Merkel“ aneinander reiht, muss schließlich nicht zwangsweise die Taten des einen mit denen des anderen gleichsetzen, doch wenn wir uns nicht mit diesen Menschen befassen dann sind wir es, die sie auf diese Stufe stellen.

Vieles von dem was ich hier publiziere wird vielen von euch aufstoßen. Anderes wird mich in Erklärungsnot bringen und einiges wird mich Überwindung kosten, doch auf unangenehme Fragestellungen, gibt es eben nur selten angenehme Antworten.

In diesem Sinne,..

„Manchem ist der Sinn ein Hindernis, doch manchem gibt das Hindernis erst Sinn“
(Manfred Hinrich)

db